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Autismus ist ein Syndrom. Das Störungsbild ist komplex und die
Erscheinungsformen sind sehr vielfältig. Je nach Ausprägungsgrad
der Intelligenz und Persönlichkeitsstruktur spricht man heute von einem
Autismusspektrum. Autismus äußert sich in veränderten Sozialbeziehungen,
in Kommunikationsauffälligkeiten,
in einer Vorliebe für Rituale und in speziellen Interessen.



Frühkindlicher Autismus   (nach KANNER)


Beginn der Auffälligkeiten vor dem 3. Lebensjahr. Zumeist werden die ersten Auffälligkeiten von den Eltern in den ersten Lebensmonaten erkannt.

  • kein Blickkontakt, Wegschauen, flüchtiger oder leerer Blick
  • fehlende oder mangelnde Nachahmungsfähigkeit
  • stereotype Spielgewohnheiten (rhythmisches Klopfen,
  • Drehen von Gegenständen, Flattern mit den Händen, ...)
  • großer Widerstand gegen Veränderungen und
  • Abweichungen vom Gewohnten
  • kein Erkennen von realen Gefahren
  • schwere Auffälligkeiten in der Sprache und Kommunikation
    • später Sprachbeginn oder Ausbleiben der Sprachentwicklung
    • Sprache hat keine kommunikative Funktion


Aspergersyndrom (Autismus nach ASPERGER)


Die von Asperger als „autistische Psychopathen“ beschriebene Gruppe von Kindern unterscheidet sich von den "Kannerschen Autisten" durch folgende Charakteristika:

  • frühe Sprachentwicklung
  • inhaltlich und grammatikalisch hochstehende Sprache
  • mangelnde nonverbale Kommunikation (Gestik und Mimik)
  • hohe Intelligenz (Spezialinteressen, "Inselbegabungen")
  • skurrile, sozial inadäquate Denkabläufe
  • mangelndes soziales Verständnis und soziales Verhalten
  • ausgeprägte Ungeschicklichkeit bis zur Apraxie


High-functioning Autismus 


Kinder die dem frühkindlichen Autismus entsprechen, deren Intelligenz aber in einem höheren Bereich angesiedelt ist, werden als "High-functioning Autisten" bezeichnet.

Gemeinsam ist das Merkmal der Selbstisolierung, das "auf sich selbst gerichtet sein", wobei die vorhandene Sprache nicht als Kommunikationsmittel, sondern eher als Selbstzweck verwendet wird, sowie absonderliche Stereotypien, deren Herkunft nicht geklärt ist und die bei jedem Kind anders zum Ausdruck kommen. Diese "Tics" können ständig, unabhängig von einer Situation beobachtet werden. In der Praxis zeigt sich aber, dass nur selten ein Kind einem dieser Erscheinungsbilder entspricht. Die meisten Fälle stellen eine Vermischung der Beobachtungsmerkmale nach Kanner und oder Asperger dar.

Für die Betreuung und Förderung ist eine gezielte Zuteilung auch nicht von maßgeblicher Bedeutung!