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Autismus ist schon im frühen Kindesalter erkennbar:
Emotionaler - sozialer Bereich
- Verändertes Bedürfnis nach Nähe und Körperkontakt - Körperkontakt wird schwer ertragen und zugelassen
- Keine Reaktion auf Rufen des Namens (wirken wie gehörlos)
- Kind reagiert mit Rückzug oder Schreien auf Anwesenheit anderer Personen
- Kind reagiert mit Rückzug oder Schreien auf Veränderungen
- Kind nimmt von sich aus keinen Kontakt zu anderen Kindern auf
- Kind erträgt die Annährung von anderen Kindern nicht (zeigt Angstreaktionen)
- Kind tröstet Eltern nicht, wenn diese traurig sind
- Kind versucht nicht, die Aufmerksamkeit der Eltern durch Zeigen zu erregen
- Kind zeigt keine Freude bei gemeinsamen Erlebnissen
Spielverhalten
- Kein adäquater Umgang mit Spielmaterial z.B. kein Bauen mit Bausteinen
- Spielmaterial wird zweckentfremdet verwendet z.B. Klopfen, Drehen, Riechen, Belecken, Schlichten, Reihen von Spielmaterialien
- Kein symbolisches Spiel „so tun als ob“
- Keine Rollenspiele
Motorik
- Probleme in der Grob- und Feinmotorik
- Qualitative Veränderungen in den Bewegungsabläufen, mangelnde Koordination
- Krabbeln wird oft ausgelassen
- Gehen und Laufen wird manchmal verspätet erlernt
- Gehen und Laufen erscheinen unharmonisch und unkoordiniert
- Schwierigkeiten beim Umgang mit Essbesteck
- Schwierigkeiten beim An- und Ausziehen
- Schwierigkeiten beim Öffnen und Schließen der Verschlüsse
- Schwierigkeiten beim Erlernen des Zeichnens und Schreibens
Sprache und Kommunikation
- Mangelndes Sprachverständnis
- Eingeschränkte und veränderte Lallproduktion im Kleinstkindalter
- Einige Wörter werden erlernt und verschwinden wieder
- Keine weitere aktive Sprachentwicklung
- Keine Kompensation durch Gestik und Mimik
- Echolalie (Aussprüche werden ohne Sinnverständnis immer wieder wiederholt)
- Verwechseln von Personalpronomina (ich - du)
- Reden von sich in der dritten Person
- Sprache dient nicht zum sozialen und kommunikativen Austausch
- Bei Asperger Autisten:
- Sprache wirkt oft bizarr
- Hochstehende Sprache mit Wortneuschöpfungen
- Sprache dient nicht zur Kommunikation
- Monologisierende Vorträge über Einzelinteressen
Neuroregulative Funktion
- Veränderter Schlaf- Wachrhythmus
- Schlafstörungen
- Veränderte Essgewohnheiten z.B. Vorliebe für nur wenige
- Nahrungsmittel, isst immer nur eine Speise, Widerstand bei neuen Speisen, etc.
- Stuhlprobleme
- Verändertes Schmerzempfinden
- Veränderte Temperaturwahrnehmung z.B. lau wird schon als heiß wahrgenommen
- Veränderte taktile Wahrnehmung z.B. Streicheln wird als unangenehm erlebt, Haare waschen, Haare und Nägel schneiden bereiten große Probleme
Abweichende Verhaltensweisen
- Vorliebe für Rituale und Routinen z.B. müssen immer den selben Weg gehen oder fahren, Einsteigen nur in einen bestimmten U-Bahnwagon, ziehen immer nur die gleiche Hose an, ...
- Vorliebe für Details z.B. beobachten des Öffnens und Schließens der Aufzugstüren
- Vorliebe für Lichter, drehende und bewegende Objekte (Kreisel, Bänder, etc.)

